Sonntag, 13. September 2020

Mittwoch, 9. September 2020

Dienstag, 11. August 2020

Zoonosen, Fleischproduktion und die ökologische Krise

"Die Ökologie der Ebola" - Gemälde von Olaf Hajek
Covid-19 war eine absehbare Katastrophe mit unabsehbaren Folgen. Biologen und Epidemiologen wie Rob Wallace warnen seit mittlerweile Jahrzehnten vor der Gefahr neuer Zoonosen. Ich habe einige interessante Texte von ihm übersetzt, die nun beim Papyrossa-Verlag erschienen sind.
Mein Vorwort zu "Was COVID-19 mit der ökologischen Krise, dem Raubbau an der Natur und dem Agrobusiness zu tun hat" findet sich hier.
Die wachsende Seuchengefahr hat konkrete Ursachen, nämlich den weltweit immer noch steigenden Antibiotika-Verbrauch, die schrumpfende Artenvielfalt und die Massentierhaltung sowie Urbanisierung und Globalisierung. So entsteht eine virale und bakterielle »Evolution auf der Überholspur«.
Es ist übrigens gar nicht so abwegig, die ökologische Rolle des Menschen in seinem Verhältnis zu anderen Lebensformen als eine Krankheit anzusehen. Seit die menschliche Sprache den Eingriff in die uralten Prozesse der biologischen Entwicklung gestattete, befand sich der Mensch in einer Lage, in der er ältere Gleichgewichtsverhältnisse der Natur praktisch in der gleichen Weise stören konnte, wie eine Krankheit das natürliche Gleichgewicht im Körper des von ihr Befallenen stört. Hin und wieder kam es vorübergehend zu einer annähernden Stabilisierung der neuen Verhältnisse, wenn den Verwüstungen durch den Menschen natürliche Grenzen gesetzt waren. Doch früher oder später, und immer in sehr kurzen Zeitspannen im Vergleich zu den Normen der biologischen Entwicklungsgeschichte, entdeckte die Menschheit neue Verfahren zur Ausbeutung frischer, bis dahin unzugänglicher Vorräte, wodurch sie den Schaden an anderen Lebensformen erneuerte oder erhöhte. Vom Standpunkt anderer Organismen aus betrachtet, ähnelt also der Mensch durchaus einer akuten epidemischen Krankheit, deren gelegentliches Zurückweichen zu weniger virulenten Erscheinungsformen noch nie ausgereicht hat, ein wirklich stabiles, dauerhaftes Verhältnis herzustellen.

William H. McNeíll (1978) Seuchen machen Geschichte. Geißeln der Völker. München: Udo Pfriemer Verlag. Seite 32.

Dienstag, 14. Juli 2020

Fun fact # 44: Weltmarkt

Zwischen 2015 und 2019 haben sechs Golf-Staaten gut ein Fünftel der weltweiten Waffenproduktion aufgekauft (Saudi-Arabien, Vereinigte Arabische Emirate, Katar, Oman, Bahrain, Kuwait). Saudi-Arabien war der größte Importeur von Rüstungsgütern weltweit. Die Emirate stehen an achter, Katar an zehnter Stelle.

Dienstag, 30. Juni 2020

Die Grenzen des Erlaubten

Unentwegt reden sie über die Körper der anderen. Dürfen sie diese Körper zeigen, und wie viel davon? Ist das "gewagt" oder doch zu gewagt?
Trotz aller behaupteten Liberalität ist dieses Boulevard schlimmer als Polizei oder Pfarrer.

Samstag, 27. Juni 2020

Montag, 15. Juni 2020

"Wer wen?" fragt Lenin. Das Boulevard fragt das nicht. Wenn es teuer wird, für wen wird's denn teuer? Für die deutschen Unternehmen jedenfalls ist die Europäische Union das beste Geschäft seit Weihnachten, mit einem Arbeitsmarkt, um sich zu bedienen, und einem Warenmarkt, um zu liefern. What's not to like?

Sonntag, 31. Mai 2020