Mittwoch, 12. Juli 2017

Arbeitskämpfe im digitalen Kapitalismus

Am Samstag, den 22. 7., nehme ich an einer kleinen, aber sehr feinen Tagung in der Humboldt Universität teil und spreche (unter anderem) über Crowd Work. Aus der Ankündigung:
Welche neuen Arbeitsformen entstehen in einem digitalen Kapitalismus? Wie setzen sich Ausbeutungsverhältnisse fort? Und welche Widerstände dagegen ergeben sich?

Mit einem Blick auf Arbeit in Internetplattformen (Mechanical Turk, Upwork), auf die sogenannte ‘Gig’- und ‘Sharing’-Ökonomie (Deliveroo, Helpling, Airbnb) sowie auf digitalisierte Industrie (Amazon, Foxconn) wollen wir neue Formen der Arbeit und deren Kontroll- und Ausbeutungsmechanismen beleuchten. Dabei möchten wir Möglichkeiten von neuen und alten Widerständen diskutieren.

Montag, 10. Juli 2017

Künstliche Intelligenz - kein Hype, nirgends?

Nichtsahnend mache ich gerade das Programm eines der Software-Monopolisten auf, da erhalte ich folgenden Angebot:
Ich warte lieber noch eine Weile, denke ich. "Zu helfen, Zeit sparen und bessere Ergebnisse nicht notwendig scheint."

Bei dem Online-Magazin ChangeX ist übrigens eine neue Rezension von "Automatisierung und Ausbeutung" erschienen.

Spannend zu lesen sind die Berichte über neue Mensch-Maschine-Interaktionen, die Computer zu lernenden Systemen machen, was die Steuerung und Optimierung - eine klassische Aufgabe des Managements - verbessere. Becker dazu lakonisch: "Hier sägen Manager an dem Ast, auf dem sie sitzen."

Montag, 3. Juli 2017

"Digital, aber nicht sexy"

Eine neue Rezension von Automatisierung und Ausbeutung ist im Magazin "Mitbestimmung" von der Hans-Böckler-Stiftung erschienen.
„Der Kardinalfehler der neuen Automatisierungsdebatte besteht darin, technische Möglichkeiten mit tatsächlichen Arbeitsprozessen zu verwechseln“, schreibt Becker. Schon immer haben Unternehmen versucht, ihre Beschäftigten zu kontrollieren – und schon immer haben die Arbeitenden Wege gefunden, das System auszutricksen.