Sonntag, 20. November 2011

"Surveillance technology at its best"


Das Wall Street Journal hat einige Werbebroschüren von der internationalen Verkaufsmesse Intelligence Support Systems for Lawful Interception, Criminal Investigations and Intelligence Gathering (ISS) veröffenlicht. Auf der Messe geht es unter anderem um Telekommunikationsüberwachung, Vorratsdatenspeicherung, Semantik, automatisierte Spracherkennung und Data Mining.

Wen interesiert, was state of the art der Überwachungstechnik ist, findet hier Massen von Material! Offenbar ist crowd-sourcing eben deshalb ein Motiv vom WSJ für die Veröffentlichung: die Leser sollen das ganze Zeug durchsuchen und schauen, ob sie etwas Interessantes finden. Auf den ersten Blick (!) scheinen mir allerdings technische Details nicht enthalten zu sein; die liegen wahrscheinlich nicht einfach so an den Verkaufsständen rum ...

Samstag, 19. November 2011

Fun fact # 9: Marxismus

Gerhardt Roth, der in den deutschen Medien omnipräsente Hirnforscher und "biologische Determinist", hat über "Gramscis Philosophie der Praxis" promoviert.

Donnerstag, 10. November 2011

Sonntag, 30. Oktober 2011



Mittwoch, 12. Oktober 2011

Donnerstag, 6. Oktober 2011

"Wie repariere ich ein System, das ich nicht verstehe?"

Bei Telepolis schreibe ich über Geo-Engineering:
Gefährlich könnte die Enttabuisierung des Geo-Engineering allerdings nicht nur wegen direkter klimatischen Nebenwirkungen sein. Fast alle Maßnahmen hätten Auswirkungen über die jeweiligen Ländergrenzen hinaus, aber sie bewegen sich völkerrechtlich im rechtsfreien Raum. Nationale Alleingänge, die anderswo katastrophale Auswirkungen haben, könnten zu zwischenstaatlichen Konflikten, sogar Kriegen führen. Viele der diskutierten Vorschläge sind energetisch aufwändig und würden selbst wieder zu Emissionen führen.
Außerdem befürchten manche Kritiker, dass eine neu entstehende kommerzielle Geo-Engineering-Branche aus Profitinteressen andere Maßnahmen gegen die Klimaerwärmung behindern würde. In den USA gibt es bereits zwei Unternehmen, die "künstliche Bäumen"als marktreifes Produkt anbieten, die der Atmosphäre mit chemischen Verfahren Kohlendioxid entziehen. Wie es langfristig sicher gelagert werden soll, ist weiterhin unklar. Angeblich belaufen sich die Kosten pro Tonne Kohlendioxid gegenwärtig auf 200 US-Dollar. Möglicherweise wiederholt sich mit der kommerziellen "Klimareparatur", was mit dem Emissionshandel bereits Realität ist - die anthropogene Klimaerwärmung als Geschäftsmodell.

Mittwoch, 28. September 2011


Mittwoch, 14. September 2011

"Vollständige situative Kenntnis der Außengrenzen"

Bei Telepolis (wo sonst?) ist vorgestern ein neuer Text von mir erschienen, in dem ich mich neuer Grenzkontrolltechnik beschäftige - nicht etwa, "weil's so schön gruselig ist", sondern weil sich in den Forschungsprojekten meiner Meinung nach die wirkliche Auseinandersetzung an den Grenzen Europas ausdrückt.
"Die große Mauer des Kapitals" nannte Mike Davis die Grenzanlagen, mit denen sich die USA, Europa und Australien vom Globalen Süden abschotten. Aber anders als es das Bild von der "Festung Europa" nahelegt, sind die Metropolen weiterhin angewiesen auf einen reibungslosen Zustrom von Menschen und Waren. Ihre Grenzen müssen sozusagen semipermeabel sein: durchlässig für die richtigen Personen und Dinge und undurchlässig für die falschen.
Das ist keine triviale Aufgabe. Die Staaten reagieren, indem sie das heimliche Überqueren zwischen den sogenannten ports of entry (POE) möglichst schwer machen und andererseits die Selektion an den Grenzübergängen verbessern. Das ist nichts Neues - neu sind lediglich die technischen und organisatorischen Mittel zu diesem Zweck. Fast alle Neuentwicklungen zur Grenzsicherungen nutzen Sensor- und Computertechnik, um die Überwachung zu automatisieren und effektiver zu machen.

Montag, 5. September 2011


... gefunden bei The Commune