Klimaschutz darf nicht die industrielle Basis unserer Länder gefährden.sagte der Bundeskanzler im April. Drei Hitzewellen und ein paar Tausende Tote später lässt sich seine Haltung erst so richtig würdigen. Gut, das Bruttosozialprodukt kann auf Oma und Opa oder die vorerkrankte Schwester verzichten. Aber die bisherigen Ernteeinbußen aufgrund der Hitze werden auf zwei Milliarden Euro europaweit geschätzt. Mittlerweile beschädigen die sich häufenden extremen Wetterlagen die deutschen Kommunikations-, Energie- und Verkehrsinfrastrukuren und senken die Arbeitsproduktivität, mithin die Basis der sogenannten Wertschöpfung. Diese schlichte Wahrheit dringt dennoch nicht ins Bewusstsein der politischen Klasse. Oder fühlt sie sich nicht zuständig? Wofür fühlt sie sich zuständig - Bestellungen für Panzer abzuschicken? Dringt das Problem ins Bewusstsein der Unternehmer? Glauben sie wirklich, sie könnten den Klimawandel aussitzen?
Fürs ND habe ich über den (deprimierenden) Stand des Hitzeschutzes in Deutschland berichtet.

