Montag, 2. Februar 2026
Freitag, 30. Januar 2026
Kommt der Faschismus wieder? Und woran merken wir, wenn er da ist?
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Robert Kennedy Junior beim Krafttraining |
Die US-amerikanische Historikerin Dagmar Herzog forscht zur Sexualität und Eugenik in der deutschen Geschichte. In ihrem neuen Buch „Der neue faschistische Körper“ bringt sie den Faschismusbegriff in Stellung, um den gegenwärtigen Erfolg der rechtsextremen Bewegungen zu erklären. Dabei geht sie aber nicht von den im engeren Sinne politischen und institutionellen Veränderungen aus, sondern von den Diskursen zu Körper und Sexualität. Ich habe das Buch für die Sendung Andruck besprochen.
„Gesunde Familien“ haben keinen kranken Nachwuchs. Familien-, Behinderten- und Sozialpolitik werden vermischt, das Biologische zum Gegenstand staatlicher Maßnahmen. Das Ziel dieser Bevölkerungspolitik ist eine Nation ohne Makel, in der dann angeblich auch weniger Sozialausgaben anfallen würden. So weit, so bekannt. Das Originelle an Dagmar Herzogs Erklärungsversuch besteht darin, dass sie eugenische Positionen auf sexuelle Bedürfnisse, Wünsche und Ängste zurückführen will.Mit ihrer Untersuchung zur faschistischen Körperpolitik ist Dagmar Herzog etwas Wichtigem auf der Spur. Der sexual- und körperpolitische Subtext der MAGA-Politik springt einen ja förmlich an, wenn wir die Selbstdarstellung des Kriegsministers oder des Gesundheitsminister betrachten. Leider fehlt es diesem Buch – eigentlich zwei verschriftlichte Vorträge – an begrifflicher und historischer Präzision. Dagmar Herzog betreibt „Faschismustheorie“ sozusagen induktiv, analysiert die damalige und heutige Propaganda und findet zahlreiche Parallelen zwischen den 20er Jahren des letzten und des gegenwärtigen Jahrhunderts. Die Kontinuität des eugenischen und sozialdarwinistischen Denkens, die sie beschreibt, lässt sich kaum bezweifeln. Fragwürdig scheinen mir aber zwei Aspekte (beziehungsweise Leerstellen) in ihrer Interpretation: die rein individualpsychologische Erklärung der Anziehungskraft des Faschismus und die Annahme, Faschismus sei etwas „Transhistorisches“.
Montag, 26. Januar 2026
Paparazzi auf Menschenjagd
Dienstag, 20. Januar 2026
Mittwoch, 14. Januar 2026
Fun fact # 86: Deutschland und die EU
Samstag, 10. Januar 2026
Donnerstag, 8. Januar 2026
Aufarbeitung der Covid-19-Pandemie - Lernen statt über Revisionismus schwadronieren!
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Von welchem dieser beiden Herren würden Sie sich beraten lassen? |
Nach der ersten Welle im Frühjahr 2020 wurde klar, dass die konkrete Gesundheitsgefahr für Menschen außerhalb der Risikogruppen überschaubar war. Ich hatte zuvor auch medizinjournalistisch gearbeitet und bilde mir gerne ein, dass ich meine gesundheitlichen und gesundheitspolitschen Urteile "evidenz-basiert" fälle. Dass die mediale und staatliche Gesundheitskommunikation vor allem auf "Angstsignale" setzte anstatt realistisch über Risiken aufzuklären - von einigen lobenswerten Ausnahmen abgesehen -, stieß mir übel auf. Aber mit der linken Schwurbelei, die die Pandemie praktisch aussitzen wollte und theoretisch ausschließlich auf machtpolitische und ökonomische Interessen zurückführte, wollte ich nichts zu tun haben. Einer der Gründe übrigens, warum ich damals meinen Buchverlag wechselte.









