Montag, 20. Juli 2026
Fun fact # 101: Baby Boom / Baby Bust
Montag, 22. Juni 2026
Fun fact # 98: Ende der Globalisierung
Mittwoch, 17. Juni 2026
Fun fact # 97: Dialektik
Dienstag, 9. Juni 2026
"Das Elend der Geopolitik"
Mittwoch, 13. Mai 2026
Fun fact # 95 : Zusammenlegung
Donnerstag, 12. März 2026
Fun fact # 90: Karrierewege
Mittwoch, 25. Februar 2026
Fun fact # 88: Überkritische Theorie
Freitag, 30. Januar 2026
Kommt der Faschismus wieder? Und woran merken wir, wenn er da ist?
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Robert Kennedy Junior beim Krafttraining |
Die US-amerikanische Historikerin Dagmar Herzog forscht zur Sexualität und Eugenik in der deutschen Geschichte. In ihrem neuen Buch „Der neue faschistische Körper“ bringt sie den Faschismusbegriff in Stellung, um den gegenwärtigen Erfolg der rechtsextremen Bewegungen zu erklären. Dabei geht sie aber nicht von den im engeren Sinne politischen und institutionellen Veränderungen aus, sondern von den Diskursen zu Körper und Sexualität. Ich habe das Buch für die Sendung Andruck besprochen.
„Gesunde Familien“ haben keinen kranken Nachwuchs. Familien-, Behinderten- und Sozialpolitik werden vermischt, das Biologische zum Gegenstand staatlicher Maßnahmen. Das Ziel dieser Bevölkerungspolitik ist eine Nation ohne Makel, in der dann angeblich auch weniger Sozialausgaben anfallen würden. So weit, so bekannt. Das Originelle an Dagmar Herzogs Erklärungsversuch besteht darin, dass sie eugenische Positionen auf sexuelle Bedürfnisse, Wünsche und Ängste zurückführen will.Mit ihrer Untersuchung zur faschistischen Körperpolitik ist Dagmar Herzog etwas Wichtigem auf der Spur. Der sexual- und körperpolitische Subtext der MAGA-Politik springt einen ja förmlich an, wenn wir die Selbstdarstellung des Kriegsministers oder des Gesundheitsminister betrachten. Leider fehlt es diesem Buch – eigentlich zwei verschriftlichte Vorträge – an begrifflicher und historischer Präzision. Dagmar Herzog betreibt „Faschismustheorie“ sozusagen induktiv, analysiert die damalige und heutige Propaganda und findet zahlreiche Parallelen zwischen den 20er Jahren des letzten und des gegenwärtigen Jahrhunderts. Die Kontinuität des eugenischen und sozialdarwinistischen Denkens, die sie beschreibt, lässt sich kaum bezweifeln. Fragwürdig scheinen mir aber zwei Aspekte (beziehungsweise Leerstellen) in ihrer Interpretation: die rein individualpsychologische Erklärung der Anziehungskraft des Faschismus und die Annahme, Faschismus sei etwas „Transhistorisches“.
Montag, 29. September 2025
Montag, 22. September 2025
Dienstag, 16. September 2025
Das Laufband als Allegorie
Heute geht es darum, das postmoderne Sinnbild dieses Denkens zu hinterfragen: das ohnmächtige Auf-der-Stelle-Treten im Angesicht einer globalen Katastrophe, die sich immer deutlicher ankündigt, eine Simulation, stimuliert durch die Trugbilder des eigenen Dahinschwebens, befreit von den Unwägbarkeiten einer allzu vorhersehbaren Realität. Hier geht es weder vorwärts noch rückwärts; der Mensch auf dem Laufband versucht die Schuld des Lebens zu sühnen oder den Moment des Todes hinauszuschieben – zwei fixe Ideen, die ihn quälen An seinen Posten gebannt überwacht er die eigene Leistung, angetrieben von Dopamin; wenn es um das Hochgefühl geht, das das Cardio-Training ihm beschert, ist er zugleich Dealer und Süchtiger. Er müht sich ab und ist dabei sein eigener Chef, er betätigt sich als time keeper der eigenen Ausdauer und ist schlussendlich ein Proletarier, der nichts zu verlieren hat als seine überschüssigen Pfunde. Neben den anderen Gestalten, die alle auf derselben Startlinie feststecken, arbeitet er daran, die Arbeitskraft wiederherzustellen, die daran arbeitet, die Arbeitskraft wiederherzustellen, die daran arbeitet … … und immer so fort gemäß einem bekannten kapitalistischen Teufelskreis.
Freitag, 12. Juli 2024
Adam Smith (1993) Der Wohlstand der Nationen, München: DTV. Seite 212.
Dienstag, 9. Juli 2024
Fun fact # 69: Berufliche Expertise
Mittwoch, 28. Februar 2024
Fun fact # 68: Energiepolitik
Donnerstag, 22. September 2022
Ich habe Veronika Setteles "Deutsche Fleischarbeit" für Andruck / Deutschlandfunk besprochen, eine Geschichte der Massentierhaltung in Deutschland. Es handelt sich, natürlich, in erster Linie um eine Rationalisierungsgeschichte:
Die industrielle Revolution im Stall hat die Erträge enorm gesteigert. Eine deutsche Durchschnittskuh gab im Jahr 2000 fast dreimal so viel Milch wie fünfzig Jahre zuvor. Die Durchschnittshenne legte fast dreimal so viele Eier.In den Vereinigten Staaten und über einen längeren Zeitpunkt (zum Beispiel von den 1950er Jahren bis heute) sind die Mengensteigerungen bei Milch, Fleisch und Eiern noch beeindruckender.
In meinem Buch Klima, Chaos, Kapital vom letzten Jahr spielt die agrarische Rationalisierung eine Schlüsselrolle. Sie trägt dazu bei, die relative Prosperität seit den 1970er Jahren und damit den (ebenso relativen) Erfolg der neoliberalen Globalisierung zu erklären. Die Rationalisierung der Landwirtschaft ist ökonomisch nicht nebensächlich, sondern unabdingbar, um zu erklären, wie wir in die gegenwärtige Misere geraten sind!
Die krisentheoretische Pointe daran ist, dass die Fruchtbarkeit des Bodens (in ihren vielen unterschiedlichen Formen) sich mit den bestehenden Methoden kaum noch steigern lässt, beziehungsweise dass diese Methoden die klimatisch-ökologische Krise weiter verschärfen. Die Nahrungsproduktion wurde seit dem 2. Weltkrieg "globalisiert". Sie beruht wesentlich auf weltweiten Stoff- und Energiekreisläufen (Agrarwissenschaftler sprechen in diesem Zusammenhang auch von teleconnections). Entsprechend sind die Folgen global, wenn auch unregelmäßig verteilt.
Um Missverständnissen vorzubeugen: die Produktion von Mehrwert und Nährwert umfasst nicht nur Landmaschine, mineralischen Dünger und den Humus im Boden, Sie umfasst ebenso die Eigentums- und Distributionsformen, die Spekulation an den Weizenbörsen und die staatlichen Subventionen der Brotpreise, die Landarbeit und ihre Reproduktion (und Migration) und vieles, vieles mehr. Eine angemessene Rationalisierungsgeschichte behandelt Natürliches und Gesellschaftliches als (widersprüchliche) Einheit.
Die Vorarbeiten für das Buch waren ziemlich mühsam, weil es keine geschlossene Darstellung dieser Zusammenhänge gibt, jedenfalls habe ich keine gefunden. Agrarsysteme scheinen für die Wirtschaftswissenschaften kein würdiges Thema zu sein. Die Externalisierung der ökologischen Folgen entspricht der Externalisierung der biologischen Grundlagen. Sie werden speziellen Disziplinen überantwortet, deren Ergebnisse fast immer unberücksichtigt bleiben.
Diese Verdrängung steht am Anfang der bürgerlichen Epoche. Die Physiokraten, die den Mehrwert noch aus der Bodenfruchtbarkeit erklärten, verloren jeden politischen und wissenschaftlichen Einfluss. In Wohlstand der Nationen (1776) bringt Adam Smith klar seine Ansicht zum Ausdruck, dass die Natur irrelevant sei:
Wie der Boden, das Klima oder der Umfang einer spezifischen Nation auch beschaffen sein mögen, das reichliche Vorhandensein oder der Mangel an täglichen Versorgungsgütern wird von zwei Faktoren abhängen, nämlich dem Können der Arbeitenden und dem verhältnismäßigen Anteil der nützlichen und der untätigen Mitglieder der Gesellschaft. Nicht die natürlichen, nur die menschlichen Faktoren werden berücksichtigt.Diese Perspektive wurde wegweisend und dominant und ist es bis heute geblieben. Die Arbeit entscheidet, sie formt Natur fast widerstandslos, reibungslos um. Diese Behauptung kann aber nur so lange plausibel scheinen, wie die Nebenfolgen der rationalisierten Produktion nicht selbst wieder zum Problem werden oder wenigstens die Rationalsierung "in Summe gelingt". Gerade das ist heute aber nicht mehr der Fall. Die Nebenfolgen zeigen sich nicht nur in Gestalt zerstörter Landschaften und stockender oder ausfallender ökologischer Kreisläufe, sondern auch in Hinblick auf Produktionskosten und Profite. Allerdings trifft es nicht in erster Linie die Kosten und Profite des Agrarkapitals selbst, sondern es zeigt sich in erster Linie an steigenden gesamtökonomischen Kosten, für Energie, Arbeit und Transport und anderes.
(zitiert nach Karl Polanyi, The Great Transformation, Seite 158)
Die Methoden, um die landwirtschaftlichen Erträge zu steigern, waren niemals ohne Nebenfolgen, aber sie zeigten sich eben anderswo und später. Sie wurden räumlich und zeitlich verschoben, die Rechnung zahlten andere, zum Beispiel für die Stoffeinträge in die Umgebung der Äcker und Anlagen. Die gelingende Externalisierung beruht deshalb auch auf politischen Voraussetzungen, zum Beispiel einen unterstützenden Staat und eine desinteressierte oder einflusslose Öffentlichkeit. Solche Voraussetzungen können erodieren. Dann müssen die Unternehmen die Kosten internalisieren und die Preise steigen. Die notwendige Internalisierung der gegenwärtigen Nebenfolgen der Nahrungsproduktion würde aber nicht nur das Agrarkapital treffen und vielleicht zu einer Art Modernisierung zwingen, sie würde das schwächliche Weltwirtschaftswachstum gänzlich abwürgen. Und so fahren wir weiter ungebremst in Richtung Kollaps.
Dienstag, 22. März 2022
Eine Welt - oder keine Welt
Die kapitalistische Globalisierung hat eine Welt geschaffen und gleichzeitig die Interessensgegensätze zwischen den "nationalen Wettbewerbsstaaten" äußerst gesteigert. Die internationale Arbeitsteilung und die gegenseitige Abhängigkeit durch globale Wertschöpfungsketten sind immer größer geworden (ein Prozess, der, je nach Zählweise und Definition, fünf Jahrzehnte oder acht Jahrzehnte oder sogar über zwei Jahrhunderte andauerte). Was bedeuten die "Schwächung des Multiateralismus", die geopolische Eskalation durch den Krieg in der Ukraine und die immer schärfere Konfrontation zwischen den Weltmächten? Darüber habe ich für Telepolis einen zweiteiligen Artikel geschrieben.
Teil 1: Der Ukraine-Krieg als Menetekel
Teil 2: Ein Wendepunkt der Globalisierung
Ein Aspekt der umfassenden Krise ist die "Welle der Autokratisierung". Meines Erachtens dürfen wir den Populismus mit seiner Fixierung auf Personen nicht mit ebenso populistischen Theorie erklären. Um es zuzuspitzen, die Nationen bekommen die "starken Führer", die sie verdienen. Die Massenbasis des Nationalismus ist das eigentliche Problem.
Die kapitalistische Globalisierung hat die Möglichkeiten, das eigene Leben ohne Lohnarbeit und unabhängig von den Weltmärkten zu erhalten, zerstört und die soziale Ungleichheit extrem gesteigert, sodass heutzutage die einen zum Spaß ins All fliegen, während die anderen an Masern sterben, wie in Afghanistan gerade der Fall. Sie hat tatsächlich eine Welt geschaffen – eine integrierte, wenn auch tief gespaltene Einheit. Die Komponenten unserer Telefone und die Zutaten für unser Essen überqueren zahllose Ländergrenzen und sogar Kontinente. Die Treibhausgase, die hierzulande freigesetzt werden, verändern die Niederschläge in Indien. Die Infektionen, die in China entsteht, erreichen Deutschland innerhalb weniger Tage.Eine Strategie, die in dieser Lage auf Aufrüstung und Abschottung setzt, ist aussichtslos. Sie wird die Abfolge immer neuer Katastrophen nur beschleunigen. Nationale Souveränität ist objektiv anachronistisch in einer Welt, in der sich das Schicksal einer Nation auf dem ganzen Planeten entscheidet (jedenfalls wenn darunter nationale Selbstbestimmung verstanden wird).
Zwar spricht einiges dafür, Landwirtschaft und industrielle Fertigung möglichst dort anzusiedeln, wo die Erzeugnisse konsumiert werden, weil sonst für den Transport Treibhausgase freigesetzt werden müssen. Dennoch ist der weltweite Austausch von Wissen, Lebensmitteln und Rohstoffen gerade wegen der Klimakrise notwendiger denn je. Nur so lassen sich Missernten und andere Folgen extremerer Wetterlagen abfedern. Nur so können die erneuerbaren Energiequellen in vollem Maß ausgeschöpft werden. Und nur wenn sich die Lebenschancen weltweit angleichen, ist ein gemeinsames Vorgehen überhaupt vorstellbar.
So utopisch das klingt, ist es doch realistischer als die Politik einer Regierung, die beispielsweise angesichts steigender Energiepreise ernsthaft einen Rabatt an der Tankstelle vorschlägt. Aber nicht nur die politische Klasse leidet unter Realitätsverlust. Vielmehr bedienen die Politiker echte Bedürfnisse des Wahlvolks – nach Beruhigung, Bestätigung und tauglichen Feindbildern.
Diese Politik zehrt von der Angst. So verständlich und angebracht dieses Gefühl sein mag, so schädlich ist die Neigung, schlechte Beruhigungsmittel zu sich zu nehmen. Zu akzeptieren, dass es nicht mehr weitergeht wie bisher, fällt schwer. Gerade die krisenhaften Seiten der Globalisierung – ausländische Autokraten, Migration, internationale Wirtschaftskonkurrenz, Klimawandel – wecken Wunschvorstellungen von nationaler Souveränität und Autarkie. Es ist der Traum vom Rückzug hinter sichere Mauern und der Rückkehr zum gewohnten Alltag, "Deutschland normal" oder ein Bullerbü hinter Stacheldraht. Dieser Weg ist versperrt.
Mittwoch, 2. März 2022
Die Cholera in Hamburg: ein seuchengeschichtliches Lehrstück
Ob ein Krankheitserreger sich epidemisch verbreitet, welche Formen die Krankheit annimmt, ob und mit welchen Mitteln sie bekämpft wird – all das ist untrennbar mit den sozialen und politischen Gegebenheiten verwoben.
Dienstag, 14. Dezember 2021
Mittwoch, 1. Dezember 2021
Warum kann die WHO kaum noch etwas durchsetzen?
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| Bilaterale Impfdiplomatie: ein Geschenk der Volksrepublik China |
Eigentlich banal: eine Epidemie muss nicht zur Pandemie werden! Länder können den Ausbruch eines Krankheitserregers auch eindämmen. Dazu müssen sie allerdings Informationen und medizinische Ressourcen teilen, miteinander kooperieren, "an einem Strang ziehen". In der Covid-19-Pandemie tun die Staaten bis heute das gerade Gegenteil. Sie schotten sich ab, horten ihre Ressourcen und schieben anderen die Schuld zu. Zwischen ihnen, mehr oder weniger hilflos, die Weltgesundheitsorganisation, die mit eigenen Problemen zu kämpfen hat.
Für WDR 5 haben ich ein Feature über die Dauerkrise der WHO gemacht.
Heute hat die Weltgesundheitsversammlung in Genf übrigens beschlossen, in Verhandlungen über einen Pandemievertrag einzutreten, wie es unter anderem Deutschland gefordert hat. Im Fall internationaler Gesundheitsnotlagen (wie beispielsweise Covid-19) soll die WHO mehr Rechte bekommen. Aber die Interessen der Großmächte und verschiedenen Blöcke liegen weit auseinander. Ich bin skeptisch, ob dieser Vertrag mehr sein wird als eine weitere internationale Vereinbarung voller unverbindlicher Formulierungen und ohne praktische Bindungskraft, so wie die Internationalen Gesundheitsvorschriften. Auch sie sind "völkerrechtlich verbindlich" und werden von Regierungen und Administration notorisch ignoriert.
Das Problem ist nicht in erster Linie ein medizinisches oder biologisches, sondern ein politisches. Zugegeben, dass die gegenwärtige Pandemie zu einem solchen Fiasko wurde, liegt auch an der Stärke der nationalen Pharmaindustrien, die offenbar in der Lage sich, die Impfstoff-Produktion mit ihren Patenten zu verknappen. Aber ihr kommerzielles Interesse ist weniger wichtig als das machtpolitische Interesse der Staaten, die mit Impfungen und Einreiseverboten Geopolitik betreiben.
Die Krise der WHO ist Ausdruck der Krise des Multilateralismus (genauer: dem Fehlen einer stabilen Weltordnung mit klarer Hegemonie). Sie war immer schon eine Arena der Diplomatie und geopolitischen Auseinandersetzung. Neu ist, dass sich die Kämpfer in dieser Arena kaum noch auf die Spielregeln einigen können.
Die Anfänge der internationalen Zusammenarbeit für die Seuchenkontrolle liegen im 19. Jahrhundert. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde dies zu einer Kernaufgabe WHO. In ihrer Gründungsakte von 1946 heißt es:
Die Gesundheit aller Völker ist eine Grundbedingung für den Weltfrieden und die Sicherheit … Ungleichheit zwischen den verschiedenen Ländern in der Verbesserung der Gesundheit und der Bekämpfung der Krankheiten, insbesondere der übertragbaren Krankheiten, bildet eine gemeinsame Gefahr für alle.Krankheitserreger zu bekämpfen, das liegt im wohlverstandenen Eigeninteresse - oder eben nicht. Denn vielleicht trifft die Seuche den Konkurrenten härter als einen selbst. So übel steht es wohl um das gegenwärtige Staatensystem.







